„Unsere Region, die REGION MITTELRHEIN, wird nur dann eine nachhaltige Zukunft haben, wenn es uns gelingt, unsere Kräfte gemeinsam zu mobilisieren, wenn wir das lokale Kirchturmdenken aufgeben und in regionalen Dimensionen denken und planen sowie uns auf unsere Wurzeln besinnen und eine gemeinsame Identität entwickeln."

Diese Erkenntnis führte im Jahr 2001 zur Gründung der Initiative Region Mittelrhein. Federführend dabei war Hans-Dieter Gassen, der erste Präsident der im Jahr 2000 neu gegründeten Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord. Immer wieder wurde er mit der Frage konfrontiert, ob die Auflösung des Regierungsbezirks Koblenz auch zu einem Identitätsverlust im Norden von Rheinland-Pfalz führen würde. Eine Frage, die ihn beschäftigte und die er immer wieder weitergab bei Treffen mit Vertretern von Kommunen, Verbänden, Hochschulen oder Kammern. Die Antwort war erstaunlich oft: Was nicht vorhanden sei, könne auch nicht verloren gehen.

Es gab definitiv keine bewusst wahrgenommene und aktiv gelebte regionale Identität. Die Städte und Landkreise hatten sich positiv entwickelt, traten stolz auf und grenzten sich selbstbewusst voneinander ab. Doch die Zeiten hatten sich geändert. Im neuen Jahrtausend sprach man von einem „Europa der Regionen“. Nachbarregionen hatten sich längst zu Ballungszentren entwickelt. Der Zeitpunkt war gekommen, um die Zukunft zu gestalten: Lebendige Region mit eigenem Profil oder Randgebiet der Ballungsräume?

Die Entscheidung fiel leicht. Der ehemalige Regierungsbezirk Koblenz hatte genügend Potential, sich eigenständig zu behaupten. Zusammen mit Professor Dr. Franz-Josef Heyen, dem langjährigen Leiter des Landeshauptarchivs Rheinland-Pfalz, führte Gassen zahlreiche Gespräche mit Persönlichkeiten aus der Region, um Mitstreiter zu finden. Mit Peter Greisler, der gerade als Vorstandsvorsitzender der Debeka in den Ruhestand getreten war, fanden sie eine Persönlichkeit, die als Vorsitzender des neu zu gründenden Vereins ein Garant für Neutralität und Überparteilichkeit war. Einen weiteren Unterstützer wurde mit Dr. Norbert Heinen gefunden. Der ehemalige Landrat des Westerwaldkreises und langjährige Vorsitzende des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz wollte gerne an verantwortlicher Stelle mitarbeiten.
Im November 2001 fand die Gründungsversammlungersten des Vereins statt. Die Namensgebung stellte sich eingangs etwas schwierig dar. Eine große Mehrheit einigte sich auf den Namen „Initiative Region Mittelrhein“, einen Namen, der die Region mit dem Rheinischen Schiefergebirge aus Eifel, Westerwald, Hunsrück und Taunus und den Flusstälern beiderseits des Mittelrheins umfasste.

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